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Angehört: Make War – Developing a Theory of Integrity

Die New Yorker von Make War bringen am 28. Oktober 2016 ihr neues Album Developing a Theory of Integrity auf den Punk-Rock-Markt. Vier Jahre nach der Gründung der Band im Jahr 2012 machen sich die Jungs aus Brooklyn nun bereit mit ihrem neuen Werk auch gleich auf Tour zu gehen.  In Europa wird die Platte über Gunner Records verteilt werden.

Eines kann man Jose Prieto, Edwin Santacruz und Greg Taylor bestimmt nicht vorwerfen: die Leute mit zu wenig Musik zu versorgen. Erst letztes Jahr eröffneten sie ihre Diskografie um die Self-Titled-LP Make War. Ein Longplayer – und sein Akustik-Vorgänger Sad and French – der Geschichten von Herzschmerz, Whisky-Heilung und allerhand Zwischenmenschlichem erzählt und dabei noch genug Platz für Interpretation seitens der Hörer und Hörerinnen lässt. Die Make War s/t hat uns auf eine Reise in die Tiefen, in die wir nach Schlüsselereignissen gehen, mitgenommen und sich mit der melodischen Untermalung und der guten Ausführung viele Fans gemacht.

coverDeveloping a Theory of Integrity von Make War ist soundtechnisch eine ganz kleine Ecke weniger roh als der Vorgänger. Vielleicht ist das eine natürliche Entwicklung, oder vielleicht liegt es auch daran, dass es das erste Album der Band ist, an dem alle drei Musiker mitgeschrieben haben:

„..It was just me vomiting emotions on a page and then sing them straight to you. This time is the same way. But you’ll get a little vomit from greg and edwin as well haha..“

Die Themen auf dem Album bauen sich auf denen der älteren Releases auf. Weiterhin erzählt die Band Geschichten aus ihren Leben. Wie geht man mit Verlust um? Wo soll es im Leben hingehen? Kann Alkohol Antworten liefern? Und bei all der Melancholie und dem Weltschmerz bleibt dann doch noch einige Zeit für positiven Sound mit Freundschaft, Bandleben und die richtige Menge Spaß. Auf Developing a Theory of Integrity finden wir zehn Tracks, eine Gesamtlänge von 38 Minuten, auf denen die Band ihren knurrigen Sound um viele melodische Elemente, mehr Gang-Gesänge und wunderbar langgezogene Interludes erweitert hat, doch das komplette Spiel nicht in eine andere Richtung als gewohnt gedreht hat. Jose kommt weiter mit seiner raspeligen Stimme rüber und Edwin und Greg haben sich auf diesem Album wunderbar eingefunden.

So wie die Self-Titled explodiert ist und man viele neue Anhänger finden konnte, so wird Developing a Theory of Integrity diese Anhänger bestimmt bedienen können. Wer Make War noch nicht kannte, und wer so in der Richtung von Rites of Spring, Nothington, den späteren Hot Water Musik und ähnlichen Punk Bands mit Emo-Einschlag interessiert ist, dem wird das neue Album von Make War bestimmt auch zusagen. Es ist ein tolles Album mit vielen coolen Facetten, vielleicht sogar eins der Besten die ich 2016 gehört habe. Macht Spaß, regt zum nachdenken und träumen ein und hat diesen wunderbaren New York Punk-Rock-Sound.

Developing a Theory of Integrity erscheint am 28. Oktober 2016 über Red Scare Industries, bzw. Gunner Records hier in Europa.

Die Tourinfo und den Media-Kram werde ich hier auf dem Blog reinstellen, sobald ich mehr dazu habe.

Dion

Verbloggt hier Musik und Kram immer wenn die Zeit es zulässt. Experimentiert gern mit Webdesign und Fotografie. Prokrastinierender Zeitgenosse.

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